Picture
akzepTanz
Fortbildung 06
Fortbildung 2004
Fortbildung 2002
Fortbildung 2001
Podiumsgespräch
ADF
Tag des Tanzes
Choreo Workshop
Tanz gegen AIDS
Com.DanceOrigins
Com.D 98/99/00
Rencontres
Symposium
Vortrag 97/99/OO
Home
E-Mail
Choreo Workshop

Vortrag und Workshop mit Stuart Hodes aus New York

Am 16. November 1996 fand in den neuen Räumlichkeiten des Tanzhauses Wasserwerk in Zürich ein öffentlicher Vortrag mit Stuart Hodes aus New York statt.

Stuart Hodes sprach über «Dance and Essence» (Tanz und Essenz),  Betrachtungen über das Unverfälschbare im Ausdruck durch den menschlichen Körper.

Eine Kopie des Vortrags «Dance and Essence» (auf Englisch) kann über das Sekretariat bestellt werden.

Er sprach auch darüber, weshalb Tanz einen wichtigen Platz in der Schulbildung einnehmen sollte. Anschliessend kam die Frage auf, wie Tanz von offizieller Seite finanziell unterstützt werden sollte. Da Stuart selbst Erfahrungen auf der «Geberseite» gemacht hatte, waren seine Ansichten für unsere Lage sehr interessant. Er meint, dass schon eine relative kleine Summe für einzelne Choreographen darüber entscheiden können, ob sie überhaupt weitermachen können oder wollen, und das sollte bei der Verteilung unbedingt berücksichtigt werden. Jede Unterstützung sollte jedoch höchstens einen Drittel der für eine Produktion benötigen Gelder ausmachen.

Anschliessend fand eine Diskussion mit freier Themenwahl statt.

 

Picture
Fotos Michael Koschinsky

Stuart Hodes Tanzkarriere hatte bei Martha Graham angefangen, wo er als Solist wirkte. Er wurde bald selbst Choreograph, schuf Werke für das Harkness Ballet, die Alvin Ailey Co., die Kölner Oper, zuletzt das erfolgreiche Stück «I Thought You Were Dead» für die American Dance Guild. Er war Präsident des «Dance Department» der Universität New York und leitete von 1988––94 den International Choreographers’ Workshop am American Dance Festival. Er hat zwei Doktortitel in Tanz und Politik, führte Theater und Companies, lehrte an der Julliard School, der Martha Graham School, dem Harkness House for Ballet Arts und vielen anderen Institutionen. Nebenbei findet er Zeit, Bücher über den Tanz und auch Science Fiction zu schreiben. Er ist ein wunderbarer Erzähler und vor allem ein unwahrscheinlicher Menschenkenner und -freund!

Der Workshop am 17. November basierte auf einem Thema aus Stuart Hodes’ Buch «A Map of Making Dances», das voraussichtlich 1997 veröffentlicht wird.

Mit zehn Choreographinnen und zwei Choreographen, alle auch Tänzer, erarbeitete Stuart eine Form, die sich auf sogenannte «Ungleichheiten» abstützen sollte. Das Resultat nach fünf Stunden war hoch interessant und erstaunlich kohärent. Es herrschte ein ausgesprochen harmonisches Gruppengefühl unter allen Teilnehmern. Eine tolle Art, sich gegenseitig näher kennen zu lernen.

Picture
Picture